Pressebericht der BNN vom 20.07.2020

Das Bundschuhtheater zeigt beim Kultursommer die Komödie „Fuffzich“

Bruchsal. An einem lauen Sommerabend im Ambiente des Bergfried-Atriums einer äußerst vergnüglichen Theateraufführung zu lauschen – das haben am Sonntag all jene genossen, die einen der begehrten Plätze erhielten.

Schon das liebevoll eingerichtete Wohnzimmer vergangener Tage weckte Erinnerungen. Was sich darin abspielte, war wirklichkeitsnah und so mancher konnte sich ein Stück weit darin wiederfinden. Wie tickt der Mann, wie die Frau? Dies zeigten humorvoll, aber mit Hintersinn in bester badischer Mundart die beiden Akteure Eberhard (beeindruckend in der Rolle Siegbert Waldbüßer, auch die Regie oblag ihm) und seine Frau Dagmar (Gabi Braun, die ihm in nichts nachstand).

Im Mittelpunkt des Stücks: Der fünfzigste Geburtstag von Eberhard, der in Kürze ansteht. Der steckt gerade in einer vermeintlichen Sinn- und Seinskrise. Daher verkündet er wild entschlossen: „Ich mach nix, mir isch‘s momentan extrem nach Ruh, ich will innere Einkehr halten.“ Das sieht Dagmar naturgemäß ganz anders. Sie hat nämlich geplant, ihrem Gatten diesmal eine ganz besonders schöne Feier „zum Fuffzichsten“ zu schenken, allerdings nicht ohne Hintergedanken. Im Laufe der Jahre ihres Ehelebens hat sich wohl ein Wurm in die Beziehung der beiden eingeschlichen. Es kommt zu einem leidenschaftlichen Diskurs Für und Wider eines „Seitensprüngles“, wie es Eberhard formuliert. Aus seiner Sicht sollte der Partner bereit sein, ab und zu vertrauensvoll „wegzuguggen“. Tut sie ihm es gleich, gipfelt es für ihn in eine Katastrophe, einen Weltuntergang, bei dem Selbstbemitleidung eine große Rolle spielt.

Zum Eklat kommt es, als der Frauenversteher Edgar (wunderbar gemimt von Norbert Müller) unerwartet auftaucht, der Dagmar in ihrer Seelenpein nicht nur ein Tröster war.

Überdies bringt den Gatten auf, dass Dagmar für ihren Kümmerer einmal ein feines Mahl bereitet hat und sie dem Biertrinker Edgar eine Gewürztraminer Spätlese aus Eberhards Weinkeller kredenzt hat. Zum Glück kehrt am Ende bei allen wieder Realitätssinn ein. Der fünfzigste Geburtstag soll gebührend gefeiert werden, sogar Edgar wird dazu eingeladen.

Der Lohn der Akteure ist der Applaus und der wurde von den Zuschauern begeistert gespendet.

Pressebericht der BNN vom 13.03.2020 | vm

Auf ein sehr aktives Jahr kann der Theater- und Kulturverein Untergrombach zurückblicken. Zur Jahreshauptversammlung begrüßte der Vorsitzende Peter Sterzenbach 36 Mitglieder. Im kurzen Rückblick lobte er besonders die Jugend, die eine „gute Theaterarbeit“ leiste. Schriftführerin Eva Glaser berichtete über die weiteren Aktivitäten. Das Jugendtheater „Pippi Langstrumpf“ war viermal ausverkauft; das Freilichtstück „Drei Männer im Schnee“ spielte sechsmal vor vollem Haus. Der TKV feierte ein 30-jähriges Bestehen mit einer Ehrenmatinee und einem „Tag der offenen Tür“ auf dem Vereinsgelände. Der „Winterzauber“ lockte zahlreiche Weihnachtsmarktbesucher auf das Gelände hinter dem Heimatmuseum. Zum Martinsumzug mit Martinsspiel fanden viele kleine Laternenträger samt Eltern den Weg an den Fuß des Michaelsbergs. Bei den Neuwahlen wurde fast die gesamte Verwaltung neu gewählt; lediglich der Vorsitzende Peter Sterzenbach führt sein Amt fort und wurde einstimmig vom Plenum bestätigt. Zweiter Vorsitzender ist Heribert Groß, Schriftführerin Gabi Braun; Jugendleiter Tanja Dulevska und Markus Rössler. Der alte und neue „Boß“ Peter Sterzenbach informierte über die anstehende Saison. Die Theaterjugend hat sich für das „Doppelte Lottchen“ von Erich Kästner entschieden, während die Erwachsenenbühne die Komödie „Don Camillo“ einstudiert.

BNN/kek. Mit der gelungenen Premiere der Komödie „Drei Männer im Schnee“ machte sich der Theater- und Kulturverein „Bundschuh“ Untergrombach selbst das größte Geschenk zu seinem 30-jährigen Bestehen. Die Schauspiel-Truppe um Regisseur Norbert Müller und seine Co-Truppe Heidi Schlotter und Eva Müller hatte sich für das Geburtstagsjahr für einen Klassiker entschieden: „Drei Männer im Schnee“ nach einer Vorlage von Erich Kästner und einer Bearbeitung durch Charles Lewinksy.
„Die Laienspielschar hat sich ein halbes Jahr lang intensiv auf die Premiere vorbereitet“, wusste der umtriebige Vorsitzende des TKV, Peter Sterzenbach, bei der Begrüßung im ausverkauften Atrium zu berichten. Das Freilichttheater hinter dem Heimatmuseum befindet sich in Vereinsbesitz, bietet 200 Besuchern Platz und wurde in den vergangenen Jahrzehnten in tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden in seinen heutigen Zustand versetzt.
Aber zurück zur Premiere: Geheimrat Eduard Tobler (Siegbert Waldbüßer), Fabrikant und Multimillionär, hat bei einem Preisausschreiben einer ihm gehörenden Firma den zweiten Preis gewonnen: Zehn Tage Skiurlaub in einem Grand Hotel. Tobler beschließt, als „Eduard Schulze“ inkognito diesen Urlaub aus einer anderen Warte als der eines Millionärs anzutreten. Tochter Hildegard (Julia Oleksiuk) und Hausdame Frau Kunkel (unverwechselbar: Sabine Buhl) sind von Toblers Idee wenig angetan und warnen das Grand-Hotel vor: Ein verkleideter Millionär werde demnächst das Haus beehren. Um allen Eventualitäten vorzubeugen, nimmt Tobler seinen Diener Johann (Norbert Müller) zum Ski-Urlaub mit, getarnt als reicher „Schiffsreeder“.
Im Grand-Hotel angekommen, lernt Tobler den stellungslosen Dr. Fritz Hagedorn (Daniel Bohner) kennen, ebenfalls ein Preisauschreiben-Gewinner. Die Buschtrommeln waren nicht still, und so hat sich in Windeseile unter dem Hotelpersonal (Hoteldirektor Kühne – Heinz Schrumpf; Portier Polter – Heribert Groß; Hotelpage Ferdinand – Theo Stober) verbreitet und sie halten Dr. Hagedorn für den verkappten Millionär. Und auch die Lebedamen Frau Casparius (Uli Lauber) und Frau von Mallebré (Eva Müller) haben den vermeintlichen Fabrikanten ins Fadenkreuz genommen. Tobler und Hagedorn finden Gefallen aneinander, schließen Freundschaft und beziehen Johann in ihren Dreierbund mit ein. Direktor Kühne und Portier Polter wollen den „armen Schlucker Schulze“ so bald als möglich loswerden und piesacken ihn, wo es nur geht. Der treue Johann erstattet Hildegard Bericht über die Lage, und diese beschließt, mit Frau Kunkel ebenfalls das Grand-Hotel aufzusuchen. Kaum dort angekommen, läuft Hildegard Dr. Hagedorn über den Weg, und Hals über Kopf verlieben sich die beiden. So viel sei verraten: Nach einer Kette von Missverständnissen wendet sich alles zum Guten: Dr. Hagedorn kriegt seine Hildegard und eine Anstellung bei Tobler, was auch seine Mutter (Heidi Schlotter) begrüßt. In weiteren Rollen waren Manuela Nilles, Friedbert Nagel, Tamara und Igor Zimmermann mit ihren Kindern Alexander und Natalie, Sabine Neubert, Achim Hees, Eva Glaser und Klaus Rössler zu sehen. Während der zweieinhalb Stunden war sämtlichen Darstellern die Spielfreude anzumerken. Sie füllten ihre Rollen mit Bravour aus. Nach der Vorstellung der Amateurspieler durch Peter Sterzenbach ergoss sich ein langandauernder Schluss-Applaus über die Akteure.

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Theater- und Kulturverein Bundschuh Untergrombach. Zu der Ehrenmatinee des Theater- und Kulturvereins begrüßte Vorsitzender Peter Sterzenbach die Gäste in der Aula der Joß-Fritz-Realschule. Passender hätte der Ort nicht sein können, hat doch der Gründer des Vereins Peter Kaiser das Bild von Joß Fritz in der Gegenwart entscheidend geprägt, hieß es. Neben der Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und dem Ortsvorsteher Karl Mangei waren auch der Landtagsabgeordnete Ulli Hockenberger und die Vizepräsidentin des Landesverbandes Amateurtheater Baden-Württemberg Michaela Zimmer gekommen, um ihre Grußworte an die Gäste zu richten.

Musikalisch unterhielten Tamara Zimmermann und Natalia Hock. Peter Kaiser trug gemeinsam mit einem Ensemble des Theater- und Kulturvereins den Bundschuhschwur vor, bevor Pfarrer Thomas Fritz die neue Vereinsfahne weihte. Sterzenbach nahm danach die Ehrungen des Vereines vor. Er würdigte damit ein jahrelanges Engagement für den Verein. Vizepräsidentin Zimmer nahm die Ehrungen des Landes- und Bundesverbandes vor. Oberbürgermeisterin Petzold-Schick verlieh dem sichtlich ergriffenen Vereinsgründer Peter Kaiser die Schönborn-Medaille, sowie dem amtierenden Vorsitzenden Peter Sterzenbach die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Für seine außerordentlichen Verdienste erhielt Peter Kaiser darüber hinaus die goldene Ehrennadel des Theater- und Kulturvereins. Nach einem Theatersketch „Das (F) ist defekt“, aufgeführt von Gunter Honauer und Markus Rössler, wurden noch gesellige Stunden in fröhlicher Runde bei einem Imbiss verbracht.

Geehrt wurden für herausragendes Engagement die Jugendlichen des TKV, zahlreiche Mitglieder des Vereins für zehn Jahre sowie für 30 Jahre Mitgliedschaft: Gabi Braun, Hans-Peter Dauer, Roland Feyl, Andreas Häcker, Gerhard Holler, Mechthilde Kaiser, Konrad Lauber, Sylvia Modery, Werner Petrizik, Inge Stober, Peter Sterzenbach, Sabine Buhl, Stefanie Emmert, Maria-Luise Feyl, Alois Hochstein, Peter Kaiser, Robert Kling, Mariette Lauber, Heinz Müller, Ralf Schlotter, Markus Sterzenbach, Renate Sterzenbach.

Für besondere Verdienste erhielten die silberne Ehrennadel des Vereins: Rudi Modery, Maria-Luise Feyl, Heinz Schrumpf, Eva Müller, Markus Rössler, Tanja Dulevska, Heribert Groß, Roland Schöffler, Inge Schöffler, Marianne Mann, Sabine Neuberth, Marion Krämer, Monika Weschenfelder, Valentina Beck, Klaus Kehrwecker, Tibor Czemmel, Martin Lauber, Wilfried Lippold, Ursula Lippold, Bernd Pallmer.

Über Ehrungen des Landes- und Bundesverbandes durften sich schließlich Marianne Mann, Monika Weschenfelder, Peter & Renate Sterzenbach, Norbert Müller, Heidi Schlotter und Harald Wolf freuen. Die goldene Ehrennadel des Vereins erhielt Peter Kaiser.

Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Bruchsaler Rundschau, 23.07.2019, Seite 21, Carmen Hardock

Bundschuh-Jugend spielt mit viel Freude
(kek)Die Jugendabteilung des Theater und Kulturvereins TKV Bundschuh begeisterte zur Eröffnung der Sommersaison mit der Premiere von „Pippi im Taka-Tuka-Land“ im Atrium des TKV Untergrombach. Sämtliche Darsteller bestachen durch Spielfreude und Sprachsicherheit – zum Stolz der Regisseure Tanja Dulevska und Markus Rössler.
Pippi lebt glücklich in ihrer Villa Kunterbunt mit ihrem Affen „Herr Nielsson“ und dem Pferd „Kleiner Onkel“. Sie besucht ihre Freunde Tommy (Oskar Halter) und Annika (Caroline Halter). Zwischendurch lehrt sie einen Häusermakler (Sue Beisel) das Fürchten, als ihr der Briefträger (Julia Kaiser) Post bringt, mit der ihr Vater Kapitän Langstrumpf (Jarno Lindenfelser) sie nach Taka-Tuka-Land einlädt.

Schon legt dessen Schiff an mit Kapitän, erstem Offizier Friedolf (Jakob Halter), Koch (Sylvia Kaiser), erstem und zweitem Matrosen (Sylvia Kaiser und Ines Müller). Kapitän Langstrumpf kann Annikas und Tommys Eltern, Frau Settergren (Tanja Dulevska) und Herrn Settergren (Markus Rössler), überzeugen. Also entern alle die „Hoppetosse“. Auf der Insel erleben sie mit Moana (Annika Potthoff), Jim (Josephin Merten), Buck (Isabel Halter) und Momo (Johanna Heidebrecht) allerlei Abenteuer. Gern spielen sie mit Perlen, auf diese haben es auch diebische Elstern abgesehen. Doch die kriminellen Damen sehen ein, dass sie gegen Pippis Kräfte machtlos sind – zumal ihr der Affe (Markus Rössler) hilft. Die Tage im Paradies vergehen wie im Flug, doch bald wächst das Heimweh und der Käpt’n schickt alle nach Hause, wo sich gar Frau Prysselius (Zoe Merten) und Frau Granberg (Andrea Schmidt) erfreut zeigen.

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kek. Theater- und Kulturverein Bundschuh Untergrombach. Vor 30 Jahren herrschte im Grombachtal hektische Betriebsamkeit: Ober- und Untergrombach feierten gemeinsam das Jubiläum „1 200 Jahre Grombach“. Peter Kaiser kam auf die Idee, ein Schauspiel um den Bundschuh-Führer Joß Fritz aufzuführen. Dazu gründete er den Theater- und Kulturverein Bundschuh. Zur Jahreshauptversammlung hatte jetzt der Vorsitzende Peter Sterzenbach geladen.

Er ging auf die abgelaufene Spielsaison ein. Das von der Jugendgruppe aufgeführte Stück „Das fliegende Klassenzimmer“ fand nur mäßigen Publikumszuspruch, während das Lustspiel „Rose von Eaton“ auf ausverkauftem Platz spielte. Besonders erfolgreich war das Stück „Fuffzich“, das im Keller des Atriums neunmal vor ausverkauftem Haus stattfand. Der Erfolg erwies sich als zweischneidig: Wegen fehlender Fluchtmöglichkeiten bei Brandgefahr kann vorläufig das Keller-Theater nicht genutzt werden.

Schriftführerin Eva Glaser ergänzt: Der TKV beteiligte sich beim Obergrombacher Burgfest, organisierte den Martinsumzug und ein Schauspieler-Fest. Außerdem wurden viele Arbeiten auf dem Atriumsgelände, der Bundschuh-Scheune und dem Keller ausgeführt. Mit dem „Winterzauber“ fand das Vereinsjahr seinen Abschluss.

Die Jugendabteilung umfasst 25 Mitglieder. Über deren Aktivitäten referierte Jugendleiter Markus Rössler. Die Jugendtruppe studiert für 2019 das Stück „Pippi Langstrumpf im Takka-Tukka-Land“ ein. Die erwachsenen Schauspieler widmen sich nach den Worten von Regisseur Norbert Müller dem Schauspiel „Drei Männer im Schnee“ für die Freiluft-Spielsaison.

Auf Antrag des Ehrenvorsitzenden Peter Kaiser erfolgte die einstimmige Entlastung der Gesamtverwaltung.

Für 2019 habe sich der Bundschuh viel vorgenommen. Ein besonderes Anliegen Sterzenbachs sei es, den Atriumskeller mit einem zweiten Ausgang zu versehen und so wieder als Spielstätte zu gewinnen. An weiteren Terminen stehen an: 20. Juli Festumzug in Helmsheim, 21. Juli Jubiläumsmatinee „30 Jahre TKV, 15. September Tag der offenen Tür, Spätjahr 2019 Tagesausflug, 11. November – Martinsumzug, Dezember 2019 Winterzauber.

kek. Vor 30 Jahren bewegte den Untergrombacher Peter Kaiser so Einiges: 1989 sollten Obergrombach und Untergrombach das Jubiläum „Erste urkundliche Erwähnung von ‚Grombach‘ vor 1 200 Jahren“ feiern. Was also beisteuern? Kaiser gründete kurz entschlossen ein Schauspiel um den Untergrombacher Bundschuh-Bauern-Führer Joß Fritz, den Untergrombacher Theater- und Kulturverein Bundschuh, TKV und der führte sein Schauspiel auf.
Die engagierten Vereinsmitglieder bekamen hinter dem Untergrombacher Heimatmuseum ein Areal, das zu einem Freilufttheater wurde. 1996 folgte Peter Sterzenbach seinem Namensvetter Peter Kaiser als Vorsitzender. Die Aufführungen des Bundschuh nahmen an Attraktivität zu und waren in der Regel ausverkauft. Dazu kam vor zwölf Jahren der Winterzauber. Ein Novum war 2018 die Sommerspielsaison des TKV: Erstmals wurden drei Schauspiele gezeigt, darunter zum Auftakt das Theaterstück Fuffzich von Mundartautor Harald Hurst – neunmal ausverkauft.
Inzwischen hat der TKV eine eigene Jugend, der rund 30 vier- bis 18-jährige Schauspieler angehören. 2018 zeigten sie Das fliegende Klassenzimmer mit immerhin 22 Sprechrollen vier Mal. Die Jugend besucht Regie-, Schauspiel- und Maskenbildnerkurse. Mit Corina Janzer hat sie eine eigene Regisseurin und verwaltet sich selbst. 2019 steht Pippi im Takka-Tukka-Land auf ihrem Spielplan.
Das Hauptensemble des TKV widmete sich 2018 der Krimi-Komödie Die Rose von Eaton – sechsmal ausverkauft. Laut Sterzenbach ist der TKV stets mit dem Ausbau des Atriums befasst. Eine weitere Treppenstufe schuf Platz für mehr Zuschauer, 60 Tonnen Natursteine wurden auf dem Hof und neue Wasser- und Stromleitungen verlegt. Maßnahmen im Kellertheater sind in Absprache mit der Stadt geplant.
Für 2019 laufen die Vorbereitungen. Die Schauspieler wählten Drei Männer im Schnee – eine Herausforderung für die Bühnenbildner bei Aufführungen im Sommer.

Inszenierung des Freilichttheaters begeistert

kek. Der Theater- und Kulturverein „Bundschuh“ in Untergrombach verblüfft erneut durch seine Wandlungsfähigkeit. Nach der ersten Nutzung des Gewölbekellers als „Kellertheater“ im Frühsommer verwandelte jetzt Bühnenbildner Harry Wolf das Atrium des Theatervereins in ein englisches Herrenhaus der 1930er Jahre. Zur Aufführung kam die humoristische Kriminalkomödie „Die Rose von Eaton“ von Ralf und Thomas Jost. Das Autoren-Duo war extra zur Premiere angereist und war von der Aufführung begeistert – genauso wie das Premierenpublikum, das mit Szenen- und Schlussapplaus nicht sparte.

Zum Inhalt: Im Haus von Lord Enderby, Earl of Eaton (Heinz Schrumpf) laufen die Verlobungsvorbereitungen des Hausherrn mit der Bürgerlichen Mary Steward (Uli Lauber). Doch da beendet jäh ein in die Brust gerammter Brieföffner das Leben der Braut. Inspector Gregory Homa (Norbert Müller) – nach eigener Überzeugung einer der besten Ermittler bei Scotland Yard – und seiner Assistentin, Constable Veronika Wilson (Selina Müller) hat gleich eine Fülle von Verdächtigen. Da wären das Hauspersonal: Butler James (Theo Stober), Hausdame Petulia Lark (Renate Sterzenbach) und Köchin Miss Oliver (Sabine Buhl) sowie die Gärtnerin Rosemary Demeter (Sabine Neuberth), das nicht gut auf die arrogante Verblichenen zu sprechen ist. Aber auch die Tochter des Earls, Lady Victoria (Tamara Zimmermann) und deren Verlobter, Lord Cedric Fountleroy (Heribert Groß) hatten Grund, das Ableben von Mary Steward zu begrüßen – bleibt doch so das Erbe ungeschmälert. Noch eine dritte Partei steht im Focus der Ermittler: Lady Elisabeth (Heidi Schlotter), Schwiegermutter aus erster Ehe, und deren Betreuerin Nightingale (Sylvia Modery) von der Heilsarmee.

Im Stile eines Hercule Poirot oder Miss Marple zieht Inspektor Home scharfsinnige Schlussfolgerungen, nach denen jeder Grund hätte, das Ableben der Verstorbenen zu begrüßen. Und welche Rolle spielt die Botengängerin Daisy (Eva Glaser) bei dem Mord-Wirrwarr? Die endgültige Aufklärung des Verbrechens ist für alle überraschend.

Mit der Inszenierung der „Rose von Eaton“ haben die Schauspieler um Regisseurin Uli Lauber und das Co-Regie-Team Eva und Norbert Müller eine schwere Aufgabe ausgezeichnet gemeistert. Allein die stilechten Kostüme und Haarfrisuren waren eine Klasse für sich. Begleitet von Sophie Reiser am Klavier, wandelten sich die Schauspieler außerdem in Sänger und bewiesen bei der Aufführung ihr Stimmvolumen.

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Fliegendes Klassenzimmer zieht Gäste in seinen Bann

BNN/cha. Mit einem Klassiker von Erich Kästner begeisterte der Nachwuchs des Theater- und Kulturvereins Bundschuh Untergrombach das Publikum. Bei der Premiere hatten die 21 Akteure des Jugendtheaters ihre Gäste in den Bann gezogen. Auch Ortsvorsteher Karl Mangei kam zur ersten Aufführung. „Wir sind sehr stolz auf unser Jugendtheater“, erklärte der Vereinsvorsitzende Peter Sterzenbach: „In diesem Jahr haben wir zudem zur Integration beigetragen und zusätzlich neue Akteure für uns gewinnen können. Das verdanken wir nicht zuletzt unserer hervorragenden Jugendarbeit.“
Extra für dieses Stück hatte der Verein einen Schauspielexperten aus der Schweiz anreisen lassen, der in einem eintägigen Workshop mit den Kindern und Jugendlichen die Prügelszene einstudiert hat. „Mittlerweile ist der Nachwuchs in allen Sparten vertreten: Schauspielerei, Bühnenbild, Maske, Kostüme – bei Interesse darf jeder mithelfen und sich aktiv einbringen“, berichtete Sterzenbach stolz.
Die Geschichte des Fliegenden Klassenzimmers handelt von fünf Internatsschülern, die in der Weihnachtszeit aufregende Abenteuer erleben. Mut, Toleranz, Freundschaft und Gemeinschaft sind dabei zentrale Themen. In den Hauptrollen sind Sofia Dulevska, Caroline Halter, Julia Kaiser, Annika Potthoff, Jarno Lindenfelser, Oskar Halter und Jelena Eisinger zu sehen. Erich Kästner wird von Samara Fiedler dargestellt. Die Regie führt Tanja Dulevska und Corina Janzer. Das Bühnenbild wurde von Harry Wolf entworfen und umgesetzt.

Sterzenbach dankte allen, die zum Gelingen des Stückes beitragen. „Auch unseren Nachbarn gilt ein besonderer Dank, die während der Freilicht-Saison nicht nur die Aufführungen sondern auch die Proben hören.“ Weitere Aufführungen sind am 29. Juni ab 18.30 Uhr und am 30. Juni ab 15 Uhr.

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TKV führt erstmals im Bundschuh-Keller ein Theaterstück auf / Applaus von Autor Hurst
Bruchsal-Untergrombach (kek). Peter Sterzenbach und seine Crew vom TKV Untergrombach haben eine doppelte Premiere gefeiert: die erfolgreiche Aufführung der Komödie Fuffzich des Autors Harald Hurst und die erste Nutzung des Bundschuh-Kellers auf dem Atriumsgelände. Zu Beginn der 1990er-Jahre hatte sich der TKV – damals noch unter der Ägide von Peter Kaiser – daran gemacht, den Gewölbekeller hinter dem Heimatmuseum in ein Schmuckstück zu verwandeln. In vielen Arbeitseinsätzen wurde der Keller ausgeräumt, ausgefugt, mit einem offenen Kamin und elektrischem Licht ausgestattet. Jetzt erlebte er seine Nutzung als Schauspielort.
Mundartdichter Hurst, der der Premiere in Untergrombach beiwohnte, schrieb den Zweiakter Fuffzich 2001. Eberhard (Siegbert Waldbüßer) steht am Vorabend seines 50. Geburtstages, und für ihn steht felsensicher fest: „Ich mach’ nix.“ Das Geburtstagskind in spe ist um keinen Preis bereit, sein Wiegenfest mit allen Freunden und Verwandten zu feiern. Stattdessen schwebt ihm die Zweisamkeit mit seiner Ehefrau Dagmar in einer Pension im Elsass vor. Doch er hat die Rechnung ohne Eheweib Dagmar (Gabi Braun) gemacht. Mit allen Mitteln versucht sie, Eberhard von der Notwendigkeit einer großen Feier zu überzeugen.
Da taucht unverhofft Edgar (Gunter Honauer), ein Freund des Hauses, auf. Nach und nach kommt der Grund für Dagmars Hartnäckigkeit wegen einer großen Geburtstagsfeier an das Tageslicht. Sie hat schon seit Monaten ein Verhältnis mit Edgar, und mit der Party wollte sie Eberhard die Trennung versüßen. Eberhard hat vor einiger Zeit ein Verhältnis mit einer gewissen Simone, Dagmar war dahinter gekommen und fand in Frauenversteher Edgar den idealen Ansprechpartner. Edgar nutzte die Gunst der Stunde und erfreute sich bald der Gunst von Dagmar, so dass diese die Trennung von Eberhard beschloss. Eberhard ist bei dieser Entwicklung wie vor den Kopf gestoßen. Dann beginnt er mit bewegten Worten einen rhetorischen Kampf um sein Eheglück – und es gelingt ihm tatsächlich, den Entschluss von Dagmar ins Wanken zu bringen. Zu guter Letzt entscheidet sich Dagmar doch für Eberhard, dieser stimmt einer Party zu – nur Edgar schaut in die Röhre.
Das Publikum sparte nicht mit Szenenapplaus für die Schauspieler. Gunter Honauer spielte nicht nur Hausfreund Edgar, sondern war auch für die Regie verantwortlich.
Die Atmosphäre des Kellers sowie die Nähe von Publikum und Akteuren sorgten für ein besonderes Erlebnis. Dem konnte sich auch Harald Hurst nicht entziehen. Er zeigte sich positiv überrascht über Keller und Schauspieler. Das Stück wird an den kommenden beiden Wochenenden noch sechsmal aufgeführt. Karten sind noch in Moni’s Haarstudio in Untergrombach zu bekommen.
 
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