Szenenapplaus für „Rose von Eaton“

Inszenierung des Freilichttheaters begeistert

kek. Der Theater- und Kulturverein „Bundschuh“ in Untergrombach verblüfft erneut durch seine Wandlungsfähigkeit. Nach der ersten Nutzung des Gewölbekellers als „Kellertheater“ im Frühsommer verwandelte jetzt Bühnenbildner Harry Wolf das Atrium des Theatervereins in ein englisches Herrenhaus der 1930er Jahre. Zur Aufführung kam die humoristische Kriminalkomödie „Die Rose von Eaton“ von Ralf und Thomas Jost. Das Autoren-Duo war extra zur Premiere angereist und war von der Aufführung begeistert – genauso wie das Premierenpublikum, das mit Szenen- und Schlussapplaus nicht sparte.

Zum Inhalt: Im Haus von Lord Enderby, Earl of Eaton (Heinz Schrumpf) laufen die Verlobungsvorbereitungen des Hausherrn mit der Bürgerlichen Mary Steward (Uli Lauber). Doch da beendet jäh ein in die Brust gerammter Brieföffner das Leben der Braut. Inspector Gregory Homa (Norbert Müller) – nach eigener Überzeugung einer der besten Ermittler bei Scotland Yard – und seiner Assistentin, Constable Veronika Wilson (Selina Müller) hat gleich eine Fülle von Verdächtigen. Da wären das Hauspersonal: Butler James (Theo Stober), Hausdame Petulia Lark (Renate Sterzenbach) und Köchin Miss Oliver (Sabine Buhl) sowie die Gärtnerin Rosemary Demeter (Sabine Neuberth), das nicht gut auf die arrogante Verblichenen zu sprechen ist. Aber auch die Tochter des Earls, Lady Victoria (Tamara Zimmermann) und deren Verlobter, Lord Cedric Fountleroy (Heribert Groß) hatten Grund, das Ableben von Mary Steward zu begrüßen – bleibt doch so das Erbe ungeschmälert. Noch eine dritte Partei steht im Focus der Ermittler: Lady Elisabeth (Heidi Schlotter), Schwiegermutter aus erster Ehe, und deren Betreuerin Nightingale (Sylvia Modery) von der Heilsarmee.

Im Stile eines Hercule Poirot oder Miss Marple zieht Inspektor Home scharfsinnige Schlussfolgerungen, nach denen jeder Grund hätte, das Ableben der Verstorbenen zu begrüßen. Und welche Rolle spielt die Botengängerin Daisy (Eva Glaser) bei dem Mord-Wirrwarr? Die endgültige Aufklärung des Verbrechens ist für alle überraschend.

Mit der Inszenierung der „Rose von Eaton“ haben die Schauspieler um Regisseurin Uli Lauber und das Co-Regie-Team Eva und Norbert Müller eine schwere Aufgabe ausgezeichnet gemeistert. Allein die stilechten Kostüme und Haarfrisuren waren eine Klasse für sich. Begleitet von Sophie Reiser am Klavier, wandelten sich die Schauspieler außerdem in Sänger und bewiesen bei der Aufführung ihr Stimmvolumen.

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