Überraschende Wendungen und viel Humor

Im Freilichttheater des Kulturzentrum Bundschuh Untergrombach reisen die Zuschauer nach Chicago

„Bravo, eine Spitzenleistung“, gratuliert am Samstagabend der ehemalige Vorstand und Ehrenvorsitzende Peter Sterzenbach Regisseur Norbert Müller. Gemeinsam mit Heidi Schlotter hat Müller dieses Jahr das Stück „John Stanky, Privatdetektiv: Pleite passé“ auf die Bühne des Freilichttheaters im Kulturzentrum Bundschuh Untergrombach gebracht.

Mit einem Ensemble, bestehend aus den Amateurtheaterspielern und -spielerinnen Andrea Maurer, Tamara Zimmermann, Gabi Braun, Renate Sterzenbach, Heinz Schrumpf, Sabine Neuberth und Theo Stober entführt das Stück in die Zeit der 1930er-Jahre.

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Lady Elisabeth Bellingham wird erpresst, und ausgerechnet Privatdetektiv Stanky soll den Fall lösen. Das Publikum zeigt sich begeistert, von der Geschichte und ihren überraschenden Wendungen samt humorvollen Charakteren. Die darstellerischen Leistungen nehmen das Publikum mit in die Gedankenwelt der gehobenen Gesellschaft. „Im März haben wir erste Leseproben gemacht und ab dem späten Frühjahr mit den aktiven Spielproben begonnen“, berichtet Sabine Neuberth.

„Ich spiele seit sieben Jahren beim Theater- und Kulturverein mit, und es macht mir viel Spaß“, sagt sie. „Bei Rollen mit kurzen Texten und viel Vorbereitung hinter der Bühne, wie bei der Haushälterin, sind die Herausforderungen besonders hoch, rechtzeitig wieder an Ort und Stelle zu sein. Es ist wirklich nicht zu unterschätzen, wie viel der Ablauf im Hintergrund ausmacht.“ Mit 81 Jahren ist Theo Stober der älteste Amateurschauspieler auf der Bühne. Als Butler zaubert er mit treffender Mimik und Bewegung ein Schmunzeln auf die Gesichter und erinnert ein wenig an Butler James aus „Dinner For One“.

Ursprünglich war ein anderes Stück geplant, dann kam Corona. Der Vorst entschied, John Stanky mit kleinerer Besetzung aufzuführen. „Wir versuchen immer, ein anderes Genre zu spielen, um für Abwechslung zu sorgen. Gerade in die 1930er-Jahre mussten wir uns neu eindenken: Welche Frisuren, welche Kulisse und welche Kleidung – unsere Spezialisten kümmern sich da wunderbar“, verrät Norbert Müller. Der Regisseur ist sehr zufrieden, und das Publikum am Premierenabend gibt ihm recht: Herzliche Lacher, anerkennender Applaus und viel Schulterklopfen für alle Mitwirkenden zeugen von der guten Stimmung. Auch der Vorstand des Theater- und Kulturvereins, Heribert Groß, zeigt sich sichtlich zufrieden.

Bericht und Bilder: Carmen Hardock, BNN Ausgabe 181, 08.08.2022, Seite 23